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Gesundheit / Sport

Die EU ergänzt die nationale Gesundheitspolitik und Organisation des Gesundheitswesens der Mitgliedstaaten. Die Schwerpunkte auf europäischer Ebene liegen dabei auf:

 

  • Präventionsmaßnahmen
  • Gleichberechtigter Zugang zu Pflege und Gesundheitsversorgung
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Gesundheitsgefahren
  • Anpassung der Gesundheitsversorgung an die Alterung der Gesellschaft
  • Forschung und Innovation im Gesundheitsbereich

 

Das Gesundheitswesen bildet ein wesentlicher Teil der sozialen Infrastruktur der europäischen Mitgliedstaaten. Das Zusammenwachsen Europas und die offenen Grenzen machen eine Zusammenarbeit in Krisensituationen unvermeidbar. Die europäischen Mitgliedstaaten bekämpfen gemeinsam die möglichen Gefahren für die Gesundheit der europäischen BürgerInnen, z.B. Seuchen, die Zusammensetzung von Arzneimitteln, oder Hindernisse für den Zugang zu ärztlicher Versorgung. Weiter dient der Aufbau europaweiter Forschungsnetze der Verbesserung des Gesundheitswesens, sowohl bezüglich technologischer Fortschritte als auch bei der Entwicklung neuer Pflegemittel.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Vorbeugungsmaßnahmen. Diese beinhalten Maßnahmen zur Förderung einer gesünderen Lebensweise. Der Kampf gegen Übergewicht, hohen Alkohol- und Drogenkonsum stellen dabei die größten Herausforderungen.

 

Diesbezüglich ergänzt die EU-Politik im sportlichen Bereich die europäische Gesundheitsstrategie. Körperliche Aktivitäten und sportliche Bewegung stehen hier im Mittelpunkt. Als wichtiger Bestandteil des Lebens vieler europäischer Bürgerinnen und Bürger, bildet Sport ein Kernelement des Programms Erasmus+. Dabei werden einerseits der Austausch zwischen Sportvereinen- und Verbänden und andererseits der politische Dialog hinsichtlich der Wertevermittlung durch Sport gefördert. Auch die Bekämpfung von Doping ist ein wichtiges Thema in der europäischen Sportpolitik. Die Mitgliedstaaten setzen sich regelmäßig mit diesem Thema auseinander, und führen Maßnahmen zur Dopingprävention durch – im professionellen, wie im Breitensport.

Durch die Förderung von Sport verfolgt die EU ein weiteres Ziel: soziale Integration – insbesondere von Menschen mit besonderen Bedürfnisse, Frauen und Migrantinnen und Migranten. Projekte zur sozialen Eingliederung werden in diesem Kontext vom Europäischen Sozialfonds und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt.

 

Ein Gesundheitswesen auf bestmöglichem Niveau betrachtet auch die Stadt Wien als Voraussetzung für ein funktionierendes Gemeinwesen. Die Stadt wird den Ausbau bei den Pflege- und Betreuungsangeboten und Sachleistungen fortsetzen und will bis 2015 die Zahl der stationären Pflegeplätze auf 10.000 erhöhen. Wichtige Faktoren die in engem Zusammenhang mit Gesundheit stehen sind Ernährung und Bewegung. Durch städtische Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat die Stadt Wien direkten Zugriff auf die Ernährung von Schülerinnen und Schülern und kann nachhaltige Maßnahmen für die Förderung der Gesundheit und sportliche Bewegung von Kindern und Jugendlichen setzen. 

Best Practice Gesundheit / Sport
Target AMD

Programm: FP7

Laufzeit: 2012 - 2016

Fördersumme: ca. 6 Mio. €

Projektträger: Université de Genève (UNIGE), Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), Max-Delbrueck-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Universidad de Navarra (UN), IGEA S.P.A. (IGEA), DU-Genomed Medical Genomic Technologies Ldt. (DU-G), Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), 3P Biopharmaceuticals, S.L. (3P), GenoSafe (GenoS), Krankenanstalt Rudolfstiftung (KAR), Universitätsklinikum Aachen (UKA), Amsterdam Biotherapeutics Unit (AmBTU)

 

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) als neurodegenerative Erkrankung der Netzhautmitte ist eine der Hauptursachen für Erblindung älterer Menschen. Aktuelle Behandlungserfolge durch eine monatliche Behandlung mit entsprechenden Anti-Körpern (anti-VEGF Therapie) wirken lediglich bei ca. 30 Prozent der behandelten Patientinnen und Patienten. Um die Nebenwirkungen, psychische Belastungen der Patientinnen und Patienten sowie die hohen Kosten für die europäischen Gesundheitssysteme zukünftig zu vermeiden, hat sich das Projekt TargetAMD, kofinanziert aus dem 7. EU Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration zum Ziel gesetzt, eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität betroffener Patientinnen und Patienten zu bewirken. Die enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungszentren und der Industrie soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse zu erlangen, neuartige Produkte zur Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration zu entwickeln und diese in einer transposonbasierten Gentherapie zu testen.

 

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