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Der Schwerpunkt Wissenschaft und Forschung umfasst Themen zur Wissens-, Wissenschafts-, Forschungs- und Technologieförderung.

In einer sich rasch verändernden Welt, in der sich langfristige Probleme wie Globalisierung, Ressourcenknappheit und Alterung der Bevölkerung verschärfen, ist Innovation gefragt, um die hohe Lebensqualität in Europa weiter zu steigern.

 

Die Europa 2020 Strategie schlägt in diesem Zusammenhang drei Prioritäten vor:

 

  • Intelligentes Wachstum, d.h. Forschung und Innovation als Ressource für unser künftiges Wachstum stärken,
  • Nachhaltiges Wachstum, d.h. eine ressourcen-effiziente, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft aufbauen,
  • Integratives Wachstum, d.h. eine Wirtschaft mit hoher Beschäftigung und aktiver Bürgerbeteiligung gestalten.

 

Das Ziel ist klar: Investitionen in Forschung, Wissenschaft und Innovation in allen Wirtschaftssektoren in Verbindung mit nachhaltigem Ressourcenverbrauch führen zu Wettbewerbsfähigkeit und schaffen neue Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Die Stadt Wien bekennt sich zu den europäischen Zielen und führt angesichts der Expansion der Stadt in den nächsten 25 Jahren zur Drei-Millionen-Metropole eigene Maßnahmen durch. Mit den Strategien Innovatives Wien 2020 und Smart City Wien will Wien den Energieverbrauch und den Ausstoß an Emissionen in der Stadt signifikant senken. Zugleich soll die Stadt weiterhin höchste Lebensqualität durch Innovationen und sozialen Zusammenhalt bieten. Smart City Wien steht für intelligente und innovative Lösungen sowie für den verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

 

Um diese Ziele zu erreichen werden die Rahmenbedingungen und der Zugang zu Fördermitteln für Forschung und Wissenschaft verbessert. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass innovative Ideen in wachstums- und beschäftigungswirksame Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden können. Sechs EU-Förderprogramme sind in diesem Zusammenhang besonders relevant: Horizon 2020, Connecting Europe (CEF), Central Europe, das Alpenraumprogramm, das Donauprogramm und EUREKA Cluster. Die Förderprogramme unterstützen gleichermaßen WissenschaftlerInnen und Industrie, sowie die regionale Zusammenarbeit und Projektkooperationen:

 

  • Horizont 2020 ist das neue Forschungsrahmenprogramm der EU. Neben klassischen Forschungsprojekten werden auch Innovations- und Pilotprojekte in verschiedenen Bereichen gefördert.
  • Die Fazilität Connecting Europe hat das Ziel Europa in den Bereichen Energie, Transport und Telekommunikation besser zu vernetzen. Meist handelt es sich dabei um große Infrastrukturprojekte über mehrere Jahre.
  • Central Europe unterstützt regionale Zusammenarbeit in Mitteleuropa, d.h. zwischen Österreich, Kroatien, der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, der Slowakei, Slowenien, sowie Teilen von Deutschland und Italien. Die Zusammenarbeit erfolgt in den Bereichen Innovation, kohlenstoffarme Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Verkehr.
  • das neue Alpenraumprogramm ist die Antwort auf den Bedarf nach Kooperation, Koordination, und integrierter territorialen Entwicklung im Alpenraum. Es bietet den Rahmen, um Ideen, Pläne und Strategie zu entwickeln, zu testen, umzusetzen und zu vergleichen.
  • das Donauprogramm soll eine bessere Koordination der relevanten Akteure, Programme und Aktivitäten und damit einen Mehrwert für die Entwicklung dieses Raumes insgesamt erzielen.
  • EUREKA ist eine europäische Forschungsinitiative für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in internationalen Projektkooperationen. Sie bietet Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen den Rahmen für grenzüberschreitende und marktorientierte Kooperationen zu innovativen und individuellen Themen.
Best Practice Wissenschaft / Forschung
SPES - Support Patients through E-Service Solutions

Programm: Interreg Central Europe

Laufzeit: April 2011 bis Juni 2014

EU-Förderung: 1.637.464,00 €

Projektträger: ENEA - Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo (Nationale Agentur für neue Technologien, Energie und nachhaltige Entwicklung) economico sostenibile; Provincia di Ferrara; Azienda Unità Sanitaria Locale di Ferrara; CUP 2000; Fonds Soziales Wien; Wiener Sozialdienste ; Universität Wien; Mesto Košice; Technická univerzita v Košiciach; Tschechische Technische Universität Prag; Pro DEEP o.s.; CETIC

 

Das SPES-Projekt implementiert eine Plattform für bestimmte telemedizinische, E-Health und Ambient Assisted Living-Anwendungen für Menschen mit demenziellen Erkrankungen, Atemwegsbeschwerden oder Behinderungen. Darüber hinaus begegnet sie dem Risiko sozialer Ausgrenzung. NutzerInnen der Telemedizinlösung können ihre Dislozierungskosten und Anfahrtszeiten zu Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen (Spitäler, ÄrztInnen, medizinische Zentren) reduzieren, NutzerInnen der Anwendungen für Personen mit demenziellen Erkrankungen und Menschen mit Behinderungen sollen durch Unterstützung bei spezifischen Problemlösungen vor allem effiziente Unterstützung erhalten und eine Verbesserung ihrer Lebensqualität im Alltag erfahren. Das Projekt bildet eine relevante Basis für weitere Forschung und Entwicklung in konsekutiven Projekten.

 

 

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